2025

T-Rex bist du Traurig? steht dein T für Tränen? 🦖

Die Vergangenheit soll endlich aufhören – Macht sie aber nicht.

Nach einem Asteroideneinschlag ist die Welt dunkel. In der Luft liegen Staub und Nebel. Die allermeisten Dinos sind verschwunden. Aber mitten im Untergang schlüpft ein kleiner T-Rex aus einem Ei: Nagg wächst bei den einzig überlebenden Sauriern, Babsi und Päm, auf. Sie erzählen Nagg nichts von der Welt, wie sie früher war. Wenn Nagg die beiden nach der Welt vor dem Asteroideneinschlag fragt, blocken die erwachsenen Dinos ab. Dinos müssen stark sein, finden sie. Dinos sollen sich durchbeißen, und weinen können sie sowieso nicht. Eines Tages lernt Nagg eine Gruppe wuseliger Wesen aus verstaubten Erdlöchern kennen: Die Erdsaurier. Sie singen, heulen und lassen Nagg sich und die Welt neu verstehen.

Zart und poetisch erzählt Fayer Koch in „T-Rex, bist du traurig?“ von Verlust, Einsamkeit und den großen Fragen an die Welt. Es entsteht Hoffnung, wenn man seine Gefühle miteinander teilt.

Text: Fayer Koch. Regie: Tamó Gvenetadze. Ausstattung: Rabea Stadthaus. Dramaturgie: Mathilde Lehmann. Musik: Patrick Schimanski

Mit: Nils Eric Müller, Pascal Thomas, Ben Janssen, Lilith Rahel Borchert.

Premiere: 13.12.2025.

Weiteren Termine: 18.1, 19.1, 30.1, 8.2, 16.2, 17.2 18.2, 1.3, 2.3, 9.3, 10.3 11.3, 4.5, 5.5, 6.5, 7.5.2026

Pressestimmen:

Es ist eine leise, eine poetische Produktion.
Theater der Zeit

Rabea Stadthaus hat diese wunderbaren farbenfrohen Kostüme entworfen, die die dunkle Höhle, in der die kleine Familie Zuflucht gefunden hat, zum Leuchten bringt.
Gießener Allgemeine Zeitung 

Das männliche Trio gibt eine herrlich amüsante und liebenswerte Dino-Frauen-WG ab, die eigentlich wenig zu lachen hat in einer Welt ohne Licht und Farben. […] Umrahmt von einem ansprechenden Bühnenbild, gelungenen Licht- und Soundeffekten und großartigen Schauspielern schafft das Team rund um Gvenetadze eine Geschichte, die nicht nur Dino-Fans auf ihre Kosten kommen lässt.
Gießener Anzeiger

Lilith Borchert hat die verzwickte Aufgabe übernommen, gleich hundert Erdsaurier zu verkörpern. Mit Hall und vielschichtigen Stimmen löst die junge Schauspielerin dies mit Bravour und kann auch noch wunderschön singen.
Gießener Allgemeine Zeitung 


Das Stadttheater setzt auf eine klare Erzählweise und eindrucksvolle Bilder für Kinder ab sechs Jahren.
Hit Radio FFH

NPC – Level Up

„Was soll diese Courage überhaupt sein? Ist sie irgendwo versteckt? Ist sie groß? Ist sie klein? Ich muss nach Hinweisen suchen. Das Level scheint diesmal ein Detektivspiel zu beinhalten, ja?“, 

fragt Peech. 

Peech muss nach Hinweisen suchen, um das neue Level ihres Computerspiels zu meistern. Dabei hilft ihr die KI Neya. Doch schnell stellt sich heraus, dass dieses Level anders ist. Peech kann plötzlich fühlen. Sie kann sich und andere berühren. Doch was ihr fehlt, um das aktuelle Level abzuschließen, ist Courage.

Was ist diese Courage eigentlich? Ein Kleidungsstück, ein Gegenstand oder eine Eigenschaft? Peech lädt sich einige Informationen herunter, um die Menschen und ihre Welt besser zu verstehen. Dabei stößt sie auf Geschichten über Diskriminierung und Ungerechtigkeit.

Gemeinsam mit dem Publikum wird ein Manifest erstellt für ein vorurteilsfreies, respektvolles Miteinander.

Text und Regie: Tamó Gvenetadze. Ausstattung: Rabea Stadthaus.
Mit: Mirjam Radović.

Premiere: 13.03.2025

Termine: 27.01, 14.10, 12.11, 13.11.26.

Generation Arbeit –
Eine gottlos amtliche Komödie

Fotos von Lena Bils

Mit vielen Sorten Arbeit ist grundsätzlich etwas faul.
Heike Geißler

Arbeit ist ein dynamischer Begriff, der sich von Generation zu Generation verändert. Während der Fleiß der Einen noch mit Anerkennung und materiellem Reichtum verbunden war, kämpfen die Anderen gegen Ausbeutung und für faire Löhne. Wie lässt sich die Anpassung an gesellschaftliche Normen mit menschlichen Bedürfnissen und Träumen vereinbaren? Braucht es dafür einen radikal anderen Begriff von Arbeit? Und wo bleibt Arbeit eigentlich unsichtbar?

Amina Eisner schreibt für das Stadttheater Gießen ein neues Theaterstück und untersucht diese Fragen anhand der Geschichte von vier Generationen in Deutschland. Die 1990 in Berlin geborene Autorin studierte Dramatic Writing am Drama Centre in London und schreibt Drehbücher für Filme und Serien sowie Theaterstücke und Hörspiele. Seit der Spielzeit 2022/2023 ist sie Mitglied des Schauspielensembles am Stadttheater Gießen. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit verschiedenen Phänomenen des gesellschaftlichen Zusammenlebens aus feministischer Perspektive und legt Kontinuitäten offen, die noch heute wirksam sind.

Text: Amina Eisner. Regie: Tamó Gvenetadze. Bühne und Kostüm: Hilke Fomferra. Dramaturgie: Kerstin Weiß.

Pressestimmen:

Das Tempo ist hoch, die Pointen sitzen.
Gießener Anzeiger

Regisseurin Tamó Gvenetadze inszeniert mit viel Witz und dem Sinn für Details, die eine Komödie ausmachen. Das Ensemble spielt punktgenau und überzeugend, glänzt auch bei den musikalischen Einlagen.
Gießener Allgemeine Zeitung

Köstlich! Hingehen und mal wieder lachen. Gern auch nachdenken und darüber reden im Anschluss.
Gießener Allgemeine Zeitung

Selten wurde so grotesk und subversiv in eine deutsche Amtstube gezoomt. […] Die Bühne (Hilke Fomferra) lässt schon erahnen, dass hier einiges schräg laufen wird. […] Daran arbeiten sich Kim (Pascal Thomas, Gen Y), Maxi (Zelal Kapçık, Gen Y), Gabi (Katja Gaudard, Gen X) und Lu (Davíd Gaviria, Gen Z) ab, schieben slapstickartig Akten umher, kopieren, schreddern. Die Autorin Eisner und Regisseurin Tamó Gvenetadze montieren Büroklischee auf Klischee, das Publikum erkennt sich darin wieder, in den Prozessen, in den Büromenschen. Man merkt den Pointen an, dass Eisner – die viel für die Story recherchiert hat – sich auch schon für TV-Serien im Autor*innenteam profilieren konnte.
nachtkritik.de

Das Stück ist abwechslungsreich in seiner Abfolge von lustig inszenierter Langeweile des Büroalltags und grotesk, grellen Showeinlagen, etwa einer Art Catwalk, auf dem Showmaster Lu eine Typologie des Büropersonals vorstellt, von der überarbeiteten Praktikantin bis zum Workshop-Guru. Da bleibt vor Lachen kein Auge trocken.
nachtkritik.de