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Das Rathaus – Liebe Leute

Das ist das Komische, oder? Dass Alleinsein dazu führt,
dass wir die anderen möglichst weit von uns stoßen wollen.

Das Rathaus – ein Ort für die Menschen, Herz des Gemeinwesens, Tempel der Demokratie. Im Würzburger Rathaus warten die anonymen Bürger:innen A und B darauf, dass endlich ihre Nummern aufgerufen und sie zu ihrem Termin vorgelassen werden. Die Digitalanzeige zeigt seit geraumer Zeit unverändert die 92 an. A hat die Nummer 54 gezogen, B die 112. Ob die Anzeige hoch- oder runterzählt, lässt sich nicht ermitteln – es bewegt sich nichts. Des Weiteren halten sich im Rathaus auf: eine Standesbeamtin mit Liebeskummer, die sich beim Schreiben ihrer Traureden von der hauseigenen Grafeneckart- KI (GrEck-GPT) beraten lässt und die Frau mit dem Hund, die, seitdem sie sich einen Hund zugelegt hat, nur noch viel einsamer geworden ist.
Als sich auf einmal die elektronischen Schiebetüren des Bürgeramts nicht mehr öffnen lassen, werden die vier einsamen Gestalten zu einer Schicksalsgemeinschaft. Was hat sie eigentlich ins Rathaus geführt? Mit welchen Anliegen und Wünschen wenden sie sich an den Staat? Was kann man vom Rathaus, der Politik, der Gemeinschaft überhaupt noch erwarten?
Und kurz sieht es so aus, als ließe sich über den direkten Austausch der Menschen miteinander ein Bewusstsein für gemeinsam geteilte Ängste und Bedürfnisse schaffen und das demokratische Gemeinwesen neu begründen. Doch was wird davon übrigbleiben, sobald sich die Rathaustüren wieder öffnen?

Leonhard-Frank-Stipendiatin Annika Henrich macht sich mit viel Humor und klarem Blick für die Widersprüchlichkeiten der menschlichen Existenz auf die Suche nach den Grundlagen unserer Gemeinschaft.

Text: Annika Henrich. Regie: Tamó Gvenetadze. Ausstattung: Nikolai Kuchin. Dramaturgie: Tim Puls.

Mit: Toomas Täht, Loris Kubeng, Julia Baukus, Patricia Schäfer.

Premiere: 07.02.2026.

Weiteren Termine: 11.2, 14.2, 18.3, 21.3, 26.4, 22.5, 2.6, 6.6, 11.7, 23.07.2026

Stolz und Vorurteil* (*oder so)

Lydia, Kitty, Mary, Elizabeth und Jane: Wer kennt sie nicht, die fünf unverheirateten Bennet-Schwestern? Sie sind die Hauptfiguren in Jane Austens berühmtestem Roman »Stolz und Vorurteil« von 1813. Doch wer sind Anne, Tillie, Clara, Flo und Effie? Nie von ihnen gehört? Ja, die vielen Dienstmädchen der Adelshäuser verliert man in den Liebesromanen des 19. Jahrhunderts schnell mal aus dem Blick.

Dabei kann man »keine stürmische Romanze führen ohne saubere Bettwäsche!« Deshalb sind sie es, die in Isobel McArthurs aktueller Bühnenadaption des Romans die Geschichte der Bennet-Schwestern erzählen dürfen: Meryton – ein kleines verschlafenes Örtchen zwischen London und Cambridge. Mrs. Bennet möchte ihre fünf Töchter möglichst schnell unter die Haube bringen. Dabei geht es ihr vor allem um ihre finanzielle Absicherung: Im England der Regency-Ära konnten Frauen keinen Grundbesitz erben. Sie mussten einen Ehemann finden, der nach dem Tod des Vaters ihr Elternhaus verwaltete. Da trifft es sich gut, dass die schöne Jane, Mrs. Bennets älteste Tochter, von dem jungen Charles Bingley angetan ist, der das Gut in der Nachbarschaft gepachtet hat. Doch Bingleys Freund Darcy ist mit der Wahl seines Freundes nicht einverstanden. Wie kann eine Frau des ländlichen Kleinadels in eine Familie des reichen Hochadels einheiraten? Auf dem Merytoner Stadtball verursacht er einen Eklat. Er beleidigt Janes Schwester Elizabeth in aller Öffentlichkeit…

Die britische Autorin und Schauspielerin McArthur bedient sich hier eines einzigartigen Kniffs. Alle Rollen von den Bennet-Schwestern bis zu den männlichen Heiratskandidaten werden von denselben fünf Dienstmädchen gespielt. Entstanden ist eine turbulente Komödie mit schnellen Kostümwechseln und schmissigen Songs, die so manch altbackenes Frauenbild aus der Regency-Ära kritisch hinterfragt.

Text: Isobel Mcarthur. Regie: Tamó Gvenetadze. Ausstattung: Annabel von Berlichingen. Dramaturgie: Luise Curtius. Musik: Sebastian Undisz.

Mit: NN, NN, NN, NN, NN

Premiere: 12.06.2026.

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